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Ade DHG!

Gerhard Haunschild geht in den Ruhestand und hat „Lust auf eine neue Zeit“.

Knapp 40 Jahre Schulleben und 15 als Direktor des Deutschherren-Gymnasiums liegen hinter ihm. Von Tanja Marsal  (Aich. Zeit. V. 24.02.2018)

Er nannte die Dinge beim Namen, wofür er geschätzt wurde. Mit Hingabe und Leiden­schaft widmete er sich seiner Ar­beit und hatte stets ein offenes Ohr für die Belange seiner Schü­ler. Immer gesprächsbereit, freundlich und voller Respekt für andere Meinungen steuerte er mit Managerqualitäten das Flag­schiff DHG auch durch stürmi­sche Zeiten. Jetzt sagte er leise Servus.

Die Lobeshymnen rissen nicht ab bei der Verabschiedung des Oberstudiendirektors Gerhard Haunschild, der am gestrigen Freitag als Schulleiter Servus zu „seinem" Deutschherren-Gymnasium gesagt hat. Die offizielle Entlassung in den Ruhestand fei­erte der gebürtige Aichacher mit Familie, Kollegen und vielen Eh­rengästen am Donnerstagnach­mittag in der neuen Aula des Aichacher Gymnasiums.

Landrat Dr. Klaus Metzger schickte Grüße aus dem Urlaub auf Sansibar. Sein Stellvertreter Manfred Losinger freute sich, die Abschiedsworte für Gerhard Haunschild sprechen zu dürfen. Unter seiner Schulleitung, die er im September 2003 übernom­men hatte, sei das Deutschherren-Gymnasium von 702 Schü­lern und 56 Lehrern auf 800 Schüler und 80 Lehrer gewach­sen. „Sie haben ein Stück Schul­geschichte geschrieben, man wird sie nicht vergessen“, ver­sprach Losinger dem scheiden­den Oberstudiendirektor.

Neben seiner Tätigkeit am DHG hat Gerhard Haunschild mit Stefan Düll das Gymnasium in Mering aus der Taufe gehoben. Außerdem war er maßgeblich am Umbau auf dem DHG-Gelände beteiligt, als es galt, eine Mensa und zusätzliche Klassenräume in

Modulbauweise für die Ganzta­gesbetreuung auf die Beine zu stellen. Und das alles neben all den anderen Aufgaben eines Schulleiters, die Angela Mutter (Mitarbeiterin des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Schwaben) in einer langen Auf­zählung nannte. Sie sprach von Ausdauer, Kraft, Geschicklich­keit, Beharrlichkeit und Selbstbe­wusstsein.

Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann nannte Haunschild „einen bewährten Mann", der seine Schule auch bei stärkerem Seegang auf Kurs gehalten habe und nun das „Kommandodeck“ verlässt.

Als G8-Direktor gehe Haun­schild gewissermaßen in die Ge­schichte des DHG ein, meinte seine Nachfolgerin Renate Schöf­fen Ein Titel, den sich der Ruhe­ständler selbst wohl nicht ausge­sucht hätte, galt er doch stets als großer Kritiker des achtstufigen

Gymnasiums. Doch kurz nach seinem Antritt im Jahr 2003 wur­de es eingeführt und 2018, bei seinem Abschied, ist es so gut wie passe und der Weg zum Abi­tur darf wieder neun Jahre dau­ern. In diesem Zusammenhang wünschte Gerhard Haunschild, der seine Hochschulreife am Gymnasium in Schrobenhausen erlangt hat, seinen Kollegen viel Erfolg bei der „Gestaltung des neunjährigen Gymnasiums". In seiner Rede bedankte sich der 65-Jährige bei allen Weggefähr­ten, zu denen neben Mitarbei­tern, auch Hausmeister, Putzkräf­te, Schülereltern, Förderverein und natürlich Schüler gehörten, explizit aber auch bei seiner Fa­milie, im Besonderen bei seiner Ehefrau Dagmar, „die oft auf mich verzichten musste". Nun habe er „Lust auf eine Zeit", in der er sich seinen Hobbys wid­men kann, zu denen Lesen, Mu­sik und italienisches Essen gehö­ren. „Es schwingt aber auch Wehmut mit, wenn ein fast 40-jähriges Schulleben endet", gab Gerhard Haunschild zu.

Für solche Momente überga­ben die Vertreter der Schülermit­verantwortung Thomas Dietrich und Salome Higl das passende Geschenk - ein kleines Büchlein mit Wünschen und Gedichten. Elternbeiratsvorsitzender Prof. Dr. Michael Feucht bezeichnete Haunschild als „engagierten Pä­dagogen" und wünschte dem Wahl-Röhrmooser „viel Zeit und Muse für die schönen Seiten des Lebens".

Zum Abschluss der offiziellen Feier spielte die Band des Deutschherren-Gymnasiums un­ter der Leitung von Arnold Fritscher „Final Countdown“ von Joey Tempest. Der Countdown ist am Freitag um Mitternacht abge­laufen. Der Kapitän hat das Ru­der an seine Stellvertreterin Re­nate Schöffer übergeben.

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