Das Interview - Teil 2: Alina Schmid

(Bild: Auch schnelle Beine brauchen Pausen - DHG-Sportfest) 

Alina Schmid hat 2017 am DHG ihre Abiturprüfungen abgelegt.       Unsere DGH-Krea(k)tiv-Reporterin  Nathalie Ankenbrand (Q11) hat sich im Juli mit ihr unterhalten.

Hallo Alina. Was machst du derzeit? Ich studiere dual Elektro- und Informationstechnik bei Continental automotive in Regensburg. Dual heißt bei mir, dass ich gleichzeitig eine Ausbildung zu Elektronikerin für Betriebstechnik mache. Geld bekomme ich natürlich auch.
Wie hast du es geschafft, Leichtathletik neben der Schule zu machen? Ich habe mit Leichtathletik angefangen als ich in der 2. Klasse war. Das Training war seitdem immer ein fester Bestandteil meiner Woche. Auch als es dann mehr Trainings wurden habe ich alles andere außen herum gelegt. Mir hat Leichtathletik immer sehr viel Spaß gemacht. Sie  hatte deshalb natürlich auch eine hohe Priorität in meinem Leben. Deshalb gab es auch keine andere Option als die anderen Termine den Leichtathletiktrainings anzupassen.
Musstest du dich damals manchmal von der Schule befreien lassen und wenn ja hattest du das Gefühl die Schule unterstützt dich in deiner außerschulischen Aktivität? Eine Befreiung für außerschulische Wettkämpfe habe ich zum Glück nie gebraucht, aber bei Johanna Ostermair war es einmal so mit der deutschen Meisterschaft. Das war überhaupt kein Problem. Auch so kann ich nur sagen, dass wir von der Schule immer unterstützt wurden was Leichtathletik anging. Wenn es mal Schulwettkämpfe gab, wurden wir da immer gefragt und haben dann natürlich auch frei bekommen.
Wie lange machst du den Sport schon? Wie gesagt, mach ich den Sport seit der 2. Klasse also mittlerweile 12 Jahre. Mich hat damals meine Kindergartenfreundin mitgeschleppt und dann bin ich geblieben.
Inwiefern profitierst du von dieser Aktivität? Man lernt auf sich zu achten und sich nicht nur im Vergleich mit anderen zu sehen. Und auch wenn Leichtathletik eigentlich ein Einzelsport ist, gibt es viele Teamdisziplinen, die den Zusammenhalt extrem stärken. Man lernt für andere sein Bestes zu geben. Sonst funktioniert eine Staffel beispielsweise nicht. Man bekommt ein besseres Gefühl für den eigenen Körper und lernt auf ihn zu hören und ihn zu schätzen. Jeder, der mal verletzt war, weiß, wie ungünstig das ist wenn, nicht alles so funktioniert, wie es soll. Das Wichtigste ist aber eigentlich, dass man lernt sich durchzubeißen. Auch wenn was schlecht läuft und man frustriert ist oder „wenn’s weh tut“, z.B. bei unproblematischem Seitenstechen, dann einfach weiter zu machen und das, was man sich vorgenommen hat, auch fertig machen. Stichwort Frustrationstoleranz. Man muss lernen zu akzeptieren, dass nicht immer alles gut gehen kann und sich davon nicht entmutigen lassen.
Würdest du anderen raten ihre Aktivität, sei es Sport oder Instrument spielen, neben der Schule fortzusetzen? Definitiv braucht man nebenbei ein Hobby. Für mich war Leichtathletik immer der perfekte Ausgleich. Ich konnte danach meistens auch besser lernen, weil ich währenddessen den Kopf frei bekommen hab und genau darum gehts meiner Meinung nach. Alles was den Kopf frei macht ist nur positiv, wenn man danach wieder irgendwas in den Kopf reinbringen will. Ich gehe auch jetzt, wenn es die Zeit zu lässt während der Prüfungsvorbereitungen zum Sport, weil mir das einfach gut tut.
Beeinflusst dich der Sport in irgendeiner Charaktereigenschaft bzw. führt die dich zur Entwicklung neuer? Ich würde sagen, der Sport beeinflusst einen charakterlich schon ziemlich stark, wenn man ihn regelmäßig macht. Am meisten was das Durchhaltevermögen angehet. Man traut sich auch einfach mehr zu, und was gar nicht so offensichtlich ist, ist die Sozialkompetenz. Gerade einige Ruhigere bei uns haben sich da ziemlich entwickelt. Man sieht die Menschen echt oft. Irgendwie ist das (zumindest für mich), wie eine zweite Familie.
Was sind deine Lieblingsdisziplinen? Ich mache am liebsten 100, Kugel, Diskus und sämtliche Staffeln. Von den Staffeln mag ich am liebsten die 4x100- Staffel, weil man da einfach nur so schnell rennt wie man kann und weil man es für die anderen macht, geht das echt gut. Und die 4x400-Staffel find ich auch mega, weil es einfach so ein Nervenkitzel ist und sogar die 400 m, bei denen man echt gefühlt am Ende „stirbt“, Spaß machen.
Muss man für diesen Sport eine bestimmte Eigenschaft mitbringen? Ich finde, man kann alles lernen und es kann jeder machen, weil man sich, wie gesagt, als "Normalo" an sich selbst messen muss, und verbessern kann sich jeder. Man sollte es nur ernst nehmen und regelmäßig sich die Zeit dafür nehmen.
Wieviel Training ist wichtig, um erfolgreich in deinem Sport zu werden? Also für Erfolg braucht man neben Training auch gute Gene und Talent. Um für sich selbst erfolgreich zu sein, also Fortschritte zu machen, sollten es zwei, eher drei Trainings pro Woche sein. Zu meiner Hauptzeit habe ich fünfmal pro Woche trainiert.
 
Wir bedanken uns sehr für die interessanten Einblicke in dein Leben, die du uns als " Ehemalige" gegeben hast, und für die Denkanstöße  für andere Schüler. 

Vorbemerkung zu Interview 3 und 4

Im Schulalltag vergisst man sowohl als Schüler als auch Lehrer schon mal, wie vielfältig unsere Schulgemeinschaft ist. Man ist auf seine eigenen kleinen Grüppchen oder auf seine Klasse fokussiert und an die Menschen, die einem mal auf dem Gang begegnen, verschwendet man selten einen Gedanken, aber genau das ist hin und wieder doch echt bedauernswert -  Eine Erkenntnis, die mir beim Vorbereiten und Schreiben meiner Artikel bewusst geworden ist. Auch wenn man es vergisst oder verdrängt: Unsere Schule ist voll verborgener Talente und engagierter Schüler und Schülerinnen, eine Tatsache, die gewürdigt werden sollte. Damit wir alle die Gelegenheit haben, unsere Schule mit anderen Augen zu sehen und ein bisschen mehr über unsere Schulgemeinschaft in Erfahrung zu bringen, habe ich diese Artikel verfasst.  Jana Küster

Das Interiew - 3: Lioba Dietrich

  Die ganze Welt ist ein Theater ...  Zumindest steht das bei Shakespeare
 
Welche Klasse wirst du im Schuljahr 18/19 besuchen?     
Ich werde die Q12 besuchen.
Warum hast du dich für das Profilfach „Theater“ entschieden?         Weil ich schon einmal in der Unterstufe Theater [als Wahlfach] gewählt habe und mir das sehr gefallen hat.
Würdest du anderen empfehlen, sich für dieses Profilfach zu entscheiden, und wenn ja, warum?               Ja, auf jeden Fall! Es macht einfach riesigen Spaß sich in andere Rollen hineinzuversetzen und man gewinnt mit Sicherheit viel mehr Selbstvertrauen.
Denkst du, dass jemand, der gerne Schauspieler im Schultheater werden möchte, gewisse Eigenschaften mitbringen sollte? Wenn ja, welche?       Ich denke, dass ein wenig Ehrgeiz nicht schaden würde. Von Vorteil wäre es auch, nicht allzu schüchtern zu sein. Zu mindestens sollte man dazu in der Lage sein, seine Schüchternheit für die Bühne abzulegen.
Würdest du sagen, dass du von der Teilnahme an einem solchen Stück oder bereits von der Vorbereitung eines Stücks irgendwelche Eigenschaften gewinnst, von denen du in deinem künftigen Leben profitieren könntest?    Ja, man gewinnt definitiv mehr Selbstvertrauen, wie vorhin erwähnt.
Wie sieht die Vorbereitung für ein Theaterstück aus, sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf die Theatergruppe im Allgemeinen bezogen? Es beginnt damit, dass zunächst ein, für die Theatergruppe geeignetes, Stück gefunden werden muss. Danach kann es an das Casting gehen, falls es mehrere Bewerber(innen) für eine Rolle gibt. Auf persönlicher Ebene ist es wichtig, dass sich jeder Schauspieler selbstständig mit seiner Rolle auseinandersetzt, sich in diese Rolle einfühlt und natürlich den Text lernt. Notwendig ist es zudem, dass sich einzelne Personen mit der nötigen Bühnentechnik sowie mit dem Bühnenbild und den Kostümen auseinandersetzen. Am Ende werden dann all diese Aspekt zu einem (hoffentlich) tollen Stück zusammengefügt.
Du hast ja dieses Jahr im Theaterstück „Elektra“eine Rolle belegt- könntest du ein wenig über deine Rolle sowie das Stück an sich erzählen?  Meine Rolle, namens Klytämnestra, hat vier Kinder, ist aber alles andere als eine tolle und liebende Mutter. Sie tötet gleich zu Beginn des Stückes, gemeinsam mit ihrem Liebhaber Ägisth, ihren Ehemann Agamemnon. Von ihren Kindern wohnen nur noch Elektra, die ihre Mutter, wegen des Mordes an ihrem Vater, verachtet und ihr die Rache schwört, und Crysothemis, die ihre Mutter für absolut unwissend hält, bei ihr. Insgesamt dreht sich das Stück um Elektra’s Konflikt mit sich selbst und ihrer Mutter. Letztendlich nimmt die Tragödie, wie schon zu erwarten, kein gutes Ende.

Das Interview führte DHGkrea(k)tiv-Reporterin Jana  Küster

Interview 4: Dawid Walecki

Buben raufen , Männer ringen!?

Welche Klasse wirst du im Schuljahr 18/19 besuchen? Ich komme in die Q11.
Seit wann ringst du und wie bist du auf diese Sportart gekommen? Seit ca. zehn Jahren. Damals gab es in der Grundschule beim Schulfest ein ‚Schnuppertraining‘. Mein Bruder und ich haben dort mitgemacht und es hat nicht nur uns, sondern auch unseren Eltern gefallen. Was findest du an deinem Sport besser als an anderen Sportarten? Man kann sich richtig auspowern! Es liegt vor allem beim Mann in der Natur zu raufen und genau das kann man dann bei einem Wettkampf machen. Im Prinzip den Gegner in den Schwitzkasten nehmen und gewinnen, aber natürlich mit gewissen Regeln.
Würdest du sagen, dass die längere Ausübung deines Sports dich irgendwie verändert oder zu mindestens beeinflusst hat? Ja, auf jeden Fall! Früher war ich nicht so beweglich und sportlich. Heute reicht mir Training vier Mal die Woche fast gar nicht.
Gibt es auch charakterliche Beeinflussungen? Ja. Ich denke ich bin entspannter und offener geworden.
Bist du der Auffassung, dass man irgendwelche bestimmten Eigenschaften benötigt, um erfolgreich bei deinem Sport zu sein und wenn ja, könnte man sich diese auch aneignen oder ‚antrainieren‘? Meiner Meinung nach sind es Geduld und Disziplin. Disziplin, um das Training auch jedes Mal auszuführen. Und Geduld, um auf irgendwelche körperlichen Ergebnisse warten zu können, ohne sich entmutigen zu lassen. Bei der Sache mit dem Antrainieren bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ich denke das kommt ganz auf den Charakter  an.
Welche Erfolge hast du mit deinem Sport bereits erzielt und arbeitest du auf irgendein bestimmtes Ziel hin? Die Haupterfolge waren bayrischer Meister zu werden und dann auf der deutschen [Meisterschaft] der sechste Platz. Damals fehlte mir leider noch die nötige Kraft. Deshalb ist in dieser Saison mein Ziel wieder zur deutschen Meisterschaft zu kommen.
Würdest du deinen Mitschülern raten sich weiterhin aktiv an ihr außerschulisches Hobby zu halten, auch wenn es mal schwer erscheinen mag? Ja, auf jeden Fall! Es lenkt nämlich vom stressigen Alltag ab. Vor allem während der Schulzeit ist das wichtig.

Das Interview führte DHGkrea(k)tiv-Reporterin Jana  Küster

Das Interview - Teil 1: Dennis Ruisinger

(Bild: Sie brauchen Vorbilder!) 

 Dennis Ruisinger macht 2019 sein Abitur am DHG. Er hat ein großes Hobby: Fußball. Er spielt derzeit beim FCA in der U19 - Mannschaft.       Unsere DGH-Krea(k)tiv-Reporterin  Nathalie Ankenbrand (Q11) hat sich im Juli mit ihm unterhalten.

Wie lange machst du den Sport schon? Schon sehr lange. Angefangen habe ich in Hollenbach im Verein. Und jetzt ist es das 6. Jahr, in dem ich beim FCA spiele.
In welcher Position spielst du denn? Normalerweise bin ich defensiver Mittelfeldspieler. Es kann aber auch mal so sein, dass ich in der Position der Innenverteidigung oder Linksverteidigung spiele.
Wie bist du zum FCA gekommen? Also, da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ich habe ja zuerst im Dorf im Verein Fußball gespielt. Später war ich dann im Stützpunkt eingeschrieben, bei dem wir Trainings hatten und die mich auch bei meinen eigenen Spielen beobachtet haben. Dieser Stützpunkt ist sozusagen das Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Vereinen, also den kleineren und den größeren. Dann wurde ich vom FCA zu einem Probetraining eingeladen und hatte dort dann mehrere Probetrainings, bevor es dann zum Wechsel von meinem alten Verein zum FCA kam.
Wie schaffst du es, so intensiv Fußball neben der Schule betreiben? Das Fußballspielen baut sich irgendwann in den Alltag ein- genauso wie es dazugehört, zur Schule zu gehen, gehört auch das tägliche Training dazu. Es wurde einfach zum festen Bestandteil meiner Woche. Ich gehe sehr gerne zum Training. Natürlich gibt es mal Tage, wo man sich auch mal gerne ausruhen würde, aber spätestens nach kurzer Zeit Training gibt sich das wieder.
Musst du dich manchmal von der Schule befreien lassen und hast du das Gefühl, dass du dabei gut unterstützt wirst von Lehrern, Schulleitung etc.? Ja, ziemlich häufig sogar und oftmals auch recht kurzfristig, also nicht eine Woche zuvor, sondern auch mal spontaner. Ich werde aber wirklich bestens unterstützt. Hier möchte ich mich auch bei der Schulleitung und meinem Oberstufenkoordinator bedanken, dass sie mir dadurch weiterhelfen, dass ich auch mal während der Schulzeit mich dem Fußball widmen kann. Aber was mir hier wichtig ist zu sagen:    Ich bekomme keinerlei Sonderbehandlung, was Schule und so angeht. Ich muss alle Schulaufgaben mitschreiben, darf also nicht einfach sagen, dass ich diese Schulaufgabe nicht mitschreibe, weil ich eine Zeit lang weg war.
Inwiefern profitierst du von dieser Aktivität? Der Fußball hilft mir schon sehr, in vielerlei Hinsichten. Durch das, dass ich neben der Schule noch so viel Training habe, ist es sehr wichtig, strukturiert zu sein und seinen Tagesablauf gut planen zu können, um alles unter einen Hut zu bringen. Darin wird man mit der Zeit natürlich auch immer besser. Außerdem war ich schon immer sehr ehrgeizig, immer  besser und besser zu werden. Das wird natürlich auch alles intensiviert. Um das vielleicht in drei Worten zusammenzufassen: Disziplin, Strukturiertheit, Ehrgeiz. Nicht zu vergessen ist allerdings noch, dass man ein viel besseres Gefühl für den eigenen Körper entwickelt, also z. B. was er wann braucht.
Würdest du Anderen raten, ihre Aktivität, sei es ein Instrument spielen oder Sport machen, weiter zu machen, auch wenn man viel mit Schule beschäftigt ist? Es hat ja alles viel mit Gewöhnung zu tun. Es ist ein Hobby, das du neben der Schule betreibst, und ein guter Ausgleich zum stressigen Schultag. Also den Sport einfach nicht aufgeben.  Ich habe zum Beispiel viele Freunde kennengelernt, man sieht sich ja jeden Tag, weil jeden Tag Training ist, und man kriegt gut den Kopf frei.
Wenn du jetzt sagst Training - wie sieht denn dein Trainingsablauf jede Woche aus? Also ich habe jeden Tag Training. Kommt drauf an, ob Sonntag Spiel ist, dann haben wir da nur entspanntes Training. Aber sonst so gut wie jeden Tag.
Du kommst ja doch auch recht viel herum mit deinem Verein. Was war denn das krasseste Erlebnis, was dir als erstes in den Sinn kommt? Als wir in Duisburg beim Länderpokal deutscher Meister geworden sind. Da sind nur wenige ausgewählt worden, und es war schon krass, sich mal mit den besten messen zu können.
Bist du denn auch mal nervös bei so wichtigen Spielen? Manchmal. Also normalerweise nicht, aber gerade wenn es so wichtige Spiele sind schon manchmal.
Was machst du denn, wenn du mal nicht im Training bist? Ich treffe mich mit meinen Freunden, aus der Schule oder auch aus dem Dorf. Oder Familienzeit. Das ist mir schon wichtig.

Wir bedanken uns sehr für die interessanten Einblicke in dein Leben und die Denkanstöße  für andere Schüler.

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