Das Interview - Teil 1: Dennis Ruisinger

(Bild: Sie brauchen Vorbilder!) 

 Dennis Ruisinger macht 2019 sein Abitur am DHG. Er hat ein großes Hobby: Fußball. Er spielt derzeit beim FCA in der U19 - Mannschaft.       Unsere DGH-Krea(k)tiv-Reporterin  Nathalie Ankenbrand (Q11) hat sich im Juli mit ihm unterhalten.

Wie lange machst du den Sport schon? Schon sehr lange. Angefangen habe ich in Hollenbach im Verein. Und jetzt ist es das 6. Jahr, in dem ich beim FCA spiele.
In welcher Position spielst du denn? Normalerweise bin ich defensiver Mittelfeldspieler. Es kann aber auch mal so sein, dass ich in der Position der Innenverteidigung oder Linksverteidigung spiele.
Wie bist du zum FCA gekommen? Also, da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ich habe ja zuerst im Dorf im Verein Fußball gespielt. Später war ich dann im Stützpunkt eingeschrieben, bei dem wir Trainings hatten und die mich auch bei meinen eigenen Spielen beobachtet haben. Dieser Stützpunkt ist sozusagen das Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Vereinen, also den kleineren und den größeren. Dann wurde ich vom FCA zu einem Probetraining eingeladen und hatte dort dann mehrere Probetrainings, bevor es dann zum Wechsel von meinem alten Verein zum FCA kam.
Wie schaffst du es, so intensiv Fußball neben der Schule betreiben? Das Fußballspielen baut sich irgendwann in den Alltag ein- genauso wie es dazugehört, zur Schule zu gehen, gehört auch das tägliche Training dazu. Es wurde einfach zum festen Bestandteil meiner Woche. Ich gehe sehr gerne zum Training. Natürlich gibt es mal Tage, wo man sich auch mal gerne ausruhen würde, aber spätestens nach kurzer Zeit Training gibt sich das wieder.
Musst du dich manchmal von der Schule befreien lassen und hast du das Gefühl, dass du dabei gut unterstützt wirst von Lehrern, Schulleitung etc.? Ja, ziemlich häufig sogar und oftmals auch recht kurzfristig, also nicht eine Woche zuvor, sondern auch mal spontaner. Ich werde aber wirklich bestens unterstützt. Hier möchte ich mich auch bei der Schulleitung und meinem Oberstufenkoordinator bedanken, dass sie mir dadurch weiterhelfen, dass ich auch mal während der Schulzeit mich dem Fußball widmen kann. Aber was mir hier wichtig ist zu sagen:    Ich bekomme keinerlei Sonderbehandlung, was Schule und so angeht. Ich muss alle Schulaufgaben mitschreiben, darf also nicht einfach sagen, dass ich diese Schulaufgabe nicht mitschreibe, weil ich eine Zeit lang weg war.
Inwiefern profitierst du von dieser Aktivität? Der Fußball hilft mir schon sehr, in vielerlei Hinsichten. Durch das, dass ich neben der Schule noch so viel Training habe, ist es sehr wichtig, strukturiert zu sein und seinen Tagesablauf gut planen zu können, um alles unter einen Hut zu bringen. Darin wird man mit der Zeit natürlich auch immer besser. Außerdem war ich schon immer sehr ehrgeizig, immer  besser und besser zu werden. Das wird natürlich auch alles intensiviert. Um das vielleicht in drei Worten zusammenzufassen: Disziplin, Strukturiertheit, Ehrgeiz. Nicht zu vergessen ist allerdings noch, dass man ein viel besseres Gefühl für den eigenen Körper entwickelt, also z. B. was er wann braucht.
Würdest du Anderen raten, ihre Aktivität, sei es ein Instrument spielen oder Sport machen, weiter zu machen, auch wenn man viel mit Schule beschäftigt ist? Es hat ja alles viel mit Gewöhnung zu tun. Es ist ein Hobby, das du neben der Schule betreibst, und ein guter Ausgleich zum stressigen Schultag. Also den Sport einfach nicht aufgeben.  Ich habe zum Beispiel viele Freunde kennengelernt, man sieht sich ja jeden Tag, weil jeden Tag Training ist, und man kriegt gut den Kopf frei.
Wenn du jetzt sagst Training - wie sieht denn dein Trainingsablauf jede Woche aus? Also ich habe jeden Tag Training. Kommt drauf an, ob Sonntag Spiel ist, dann haben wir da nur entspanntes Training. Aber sonst so gut wie jeden Tag.
Du kommst ja doch auch recht viel herum mit deinem Verein. Was war denn das krasseste Erlebnis, was dir als erstes in den Sinn kommt? Als wir in Duisburg beim Länderpokal deutscher Meister geworden sind. Da sind nur wenige ausgewählt worden, und es war schon krass, sich mal mit den besten messen zu können.
Bist du denn auch mal nervös bei so wichtigen Spielen? Manchmal. Also normalerweise nicht, aber gerade wenn es so wichtige Spiele sind schon manchmal.
Was machst du denn, wenn du mal nicht im Training bist? Ich treffe mich mit meinen Freunden, aus der Schule oder auch aus dem Dorf. Oder Familienzeit. Das ist mir schon wichtig.

Wir bedanken uns sehr für die interessanten Einblicke in dein Leben und die Denkanstöße  für andere Schüler.

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