Vorbemerkung zu Interview 3 und 4

Im Schulalltag vergisst man sowohl als Schüler als auch Lehrer schon mal, wie vielfältig unsere Schulgemeinschaft ist. Man ist auf seine eigenen kleinen Grüppchen oder auf seine Klasse fokussiert und an die Menschen, die einem mal auf dem Gang begegnen, verschwendet man selten einen Gedanken, aber genau das ist hin und wieder doch echt bedauernswert -  Eine Erkenntnis, die mir beim Vorbereiten und Schreiben meiner Artikel bewusst geworden ist. Auch wenn man es vergisst oder verdrängt: Unsere Schule ist voll verborgener Talente und engagierter Schüler und Schülerinnen, eine Tatsache, die gewürdigt werden sollte. Damit wir alle die Gelegenheit haben, unsere Schule mit anderen Augen zu sehen und ein bisschen mehr über unsere Schulgemeinschaft in Erfahrung zu bringen, habe ich diese Artikel verfasst.  Jana Küster

Das Interiew - 3: Lioba Dietrich

  Die ganze Welt ist ein Theater ...  Zumindest steht das bei Shakespeare
 
Welche Klasse wirst du im Schuljahr 18/19 besuchen?     
Ich werde die Q12 besuchen.
Warum hast du dich für das Profilfach „Theater“ entschieden?         Weil ich schon einmal in der Unterstufe Theater [als Wahlfach] gewählt habe und mir das sehr gefallen hat.
Würdest du anderen empfehlen, sich für dieses Profilfach zu entscheiden, und wenn ja, warum?               Ja, auf jeden Fall! Es macht einfach riesigen Spaß sich in andere Rollen hineinzuversetzen und man gewinnt mit Sicherheit viel mehr Selbstvertrauen.
Denkst du, dass jemand, der gerne Schauspieler im Schultheater werden möchte, gewisse Eigenschaften mitbringen sollte? Wenn ja, welche?       Ich denke, dass ein wenig Ehrgeiz nicht schaden würde. Von Vorteil wäre es auch, nicht allzu schüchtern zu sein. Zu mindestens sollte man dazu in der Lage sein, seine Schüchternheit für die Bühne abzulegen.
Würdest du sagen, dass du von der Teilnahme an einem solchen Stück oder bereits von der Vorbereitung eines Stücks irgendwelche Eigenschaften gewinnst, von denen du in deinem künftigen Leben profitieren könntest?    Ja, man gewinnt definitiv mehr Selbstvertrauen, wie vorhin erwähnt.
Wie sieht die Vorbereitung für ein Theaterstück aus, sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf die Theatergruppe im Allgemeinen bezogen? Es beginnt damit, dass zunächst ein, für die Theatergruppe geeignetes, Stück gefunden werden muss. Danach kann es an das Casting gehen, falls es mehrere Bewerber(innen) für eine Rolle gibt. Auf persönlicher Ebene ist es wichtig, dass sich jeder Schauspieler selbstständig mit seiner Rolle auseinandersetzt, sich in diese Rolle einfühlt und natürlich den Text lernt. Notwendig ist es zudem, dass sich einzelne Personen mit der nötigen Bühnentechnik sowie mit dem Bühnenbild und den Kostümen auseinandersetzen. Am Ende werden dann all diese Aspekt zu einem (hoffentlich) tollen Stück zusammengefügt.
Du hast ja dieses Jahr im Theaterstück „Elektra“eine Rolle belegt- könntest du ein wenig über deine Rolle sowie das Stück an sich erzählen?  Meine Rolle, namens Klytämnestra, hat vier Kinder, ist aber alles andere als eine tolle und liebende Mutter. Sie tötet gleich zu Beginn des Stückes, gemeinsam mit ihrem Liebhaber Ägisth, ihren Ehemann Agamemnon. Von ihren Kindern wohnen nur noch Elektra, die ihre Mutter, wegen des Mordes an ihrem Vater, verachtet und ihr die Rache schwört, und Crysothemis, die ihre Mutter für absolut unwissend hält, bei ihr. Insgesamt dreht sich das Stück um Elektra’s Konflikt mit sich selbst und ihrer Mutter. Letztendlich nimmt die Tragödie, wie schon zu erwarten, kein gutes Ende.

Das Interview führte DHGkrea(k)tiv-Reporterin Jana  Küster

Interview 4: Dawid Walecki

Buben raufen , Männer ringen!?

Welche Klasse wirst du im Schuljahr 18/19 besuchen? Ich komme in die Q11.
Seit wann ringst du und wie bist du auf diese Sportart gekommen? Seit ca. zehn Jahren. Damals gab es in der Grundschule beim Schulfest ein ‚Schnuppertraining‘. Mein Bruder und ich haben dort mitgemacht und es hat nicht nur uns, sondern auch unseren Eltern gefallen. Was findest du an deinem Sport besser als an anderen Sportarten? Man kann sich richtig auspowern! Es liegt vor allem beim Mann in der Natur zu raufen und genau das kann man dann bei einem Wettkampf machen. Im Prinzip den Gegner in den Schwitzkasten nehmen und gewinnen, aber natürlich mit gewissen Regeln.
Würdest du sagen, dass die längere Ausübung deines Sports dich irgendwie verändert oder zu mindestens beeinflusst hat? Ja, auf jeden Fall! Früher war ich nicht so beweglich und sportlich. Heute reicht mir Training vier Mal die Woche fast gar nicht.
Gibt es auch charakterliche Beeinflussungen? Ja. Ich denke ich bin entspannter und offener geworden.
Bist du der Auffassung, dass man irgendwelche bestimmten Eigenschaften benötigt, um erfolgreich bei deinem Sport zu sein und wenn ja, könnte man sich diese auch aneignen oder ‚antrainieren‘? Meiner Meinung nach sind es Geduld und Disziplin. Disziplin, um das Training auch jedes Mal auszuführen. Und Geduld, um auf irgendwelche körperlichen Ergebnisse warten zu können, ohne sich entmutigen zu lassen. Bei der Sache mit dem Antrainieren bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ich denke das kommt ganz auf den Charakter  an.
Welche Erfolge hast du mit deinem Sport bereits erzielt und arbeitest du auf irgendein bestimmtes Ziel hin? Die Haupterfolge waren bayrischer Meister zu werden und dann auf der deutschen [Meisterschaft] der sechste Platz. Damals fehlte mir leider noch die nötige Kraft. Deshalb ist in dieser Saison mein Ziel wieder zur deutschen Meisterschaft zu kommen.
Würdest du deinen Mitschülern raten sich weiterhin aktiv an ihr außerschulisches Hobby zu halten, auch wenn es mal schwer erscheinen mag? Ja, auf jeden Fall! Es lenkt nämlich vom stressigen Alltag ab. Vor allem während der Schulzeit ist das wichtig.

Das Interview führte DHGkrea(k)tiv-Reporterin Jana  Küster

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