Die Zeit danach - Aichacher Zeitung v. 26.9.2018 - Schulpartnerschaft zwischen DHG Aichach und Sparkasse Aichach-Schrobenhausen besiegelt. Von David Holzapfel

Unter den Augen aller Schüler der neunten bis elften Klassen des Deutschherren-Gymnasiums Aichach und Lokalprominenz aus Politik und Wirtschaft wurde die Schulpartnerschaft besiegelt. Schulleiterin Renate Schöffer und die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen, Birgit Cischek, unterzeichneten unter großem Beifall den Vertrag. Unter der Schirmherrschaft der Industrie- und Handelskammer Schwaben, vertreten durch Jürgen Korschinsky, kommt im Landkreis Aichach-Friedberg so die bereits zwölfte Partnerschaft dieser Art zustande. Die IHK fungiert, wie schon bei 268 Schulpartnerschaften in ganz Schwaben zuvor, als Vermittler und Bindeglied zwischen Bildungseinrichtung und Unternehmen. Die lokale Wirtschaft geht mit allen Schultypen Partnerschaften ein. Besonders jedoch für Gymnasiasten, die im Zuge ihrer Schullaufbahn theorieorientierter lernen und weniger Berührungspunkte mit dem späteren Berufsleben haben als Schüler anderer Schulformen, bietet eine solche Verbindung gute Möglichkeiten, sich auf „die Zeit danach" vorzubereiten. Sowohl Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann als auch Landrat Dr. Klaus Metzger betonten in ihren Grußworten die Wichtigkeit einer solchen Kooperation und die daraus resultierenden Vorteile für alle Beteiligten. Dass das Projekt tatsächlich für beide Partner eine „Win-Win"-Situation darstellt, machen Beispiele aus der Praxis deutlich: Bei Bewerbungstrainings für Neuntklässler des Deutschherren-Gymnasiums in einer Filiale der Sparkasse konnten die Schüler den Ablauf eines Bewerbungsgespräches hautnah miterleben und erhielten Tipps für eine stimmige Bewerbung. Umgekehrt verschönerten Schülerinnen des Gymnasiums im Zuge eines Streetart-Projekts die sonst mit Schmierereien verunstalteten Garagenwände der Sparkassenfiliale in der Donauwörther-Straße. Aktionen wie diese, so Cischeck, beleben und fördern die Partnerschaft. Das erklärte gemeinsame Ziel der Schulpartnerschaft sei es laut Schöffer und Cischek, die Berufsorientierung der Schüler zu fördern, ein besseres Kennenlernen der Unternehmen zu ermöglichen und einen reibungslosen Übergang der Jugendlichen in das Arbeitsleben zu gewährleisten. Im Umkehrschluss erhofft sich die Wirtschaft, so dem zurzeit vielzitierten und realen Fachkräftemangel entgegenzuwirken und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

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