Friedrich Schiller wurde mit seinem Drama „Die Räuber“ schlagartig berühmt. Es hatte im Jahre 1782 am renommierten Nationaltheater in Mannheim Uraufführung und löste dort einen Skandal aus, weil es inhaltlich Kritik am Feudalsystem und der Gesellschaft übte und eine Emotionalität in der Sprache an den Tag legte, die auf den Bühnen bis dato fremd war.

Bis heute hat dieses Stück seinen Reiz nicht verloren, denn Kritik an der Gesellschaft und den herrschenden Verhältnissen sind ständig aktuell, wenn auch mit etwas anders gelagerten Schwerpunkten als bei Schiller: Globalisierung contra Individualität, die globale Vernetzung der Wirtschaft, Cybercrime etc.

Schillers „Männerstück“ ist bei uns fast nur mit Frauen besetzt. Die Bande von Revoluzzerinnen besteht aus einer Computer-Hackerin, einer Feministin, einer Materialistin, einer potentiellen Terroristin, einer verwahrlosten Minderjährigen, ihrer Sozialarbeiterin, einer Dame im Rentenalter, einer Möchtegern-Schauspielerin und schließlich dem weiblichen Pendant zu Karl Moor: Charlotte Moor.

Die Frauen haben sich in einer alten Fabrikhalle eine Wohngemeinschaft am Rande der Gesellschaft eingerichtet. Charlotte Moor, die ihr Ausbrechen bereut, wird an der Rückkehr ins bürgerliche Leben durch ihre eifersüchtige Schwester Franziska gehindert. Diese schickt ihr einen gefälschten, vermeintlich vom Vater stammenden Brief, in dem steht, sie sei zu Hause nicht mehr erwünscht und ihr Freund habe sich der Schwester zugewandt.

Kann Charlotte Moor sich über ihre Familienfehde hinwegsetzen? Und werden die Räuber es schaffen, die Welt zu verändern? Welche Rolle spielt dabei der smarte Volker, Ex-Freund von Charlotte?

Aufführungen: Freitag, 29.03.2019 und Samstag, 30.03.2019 in der Neuen Aula Beginn 19.30 Uhr,
Einlass ab 19 Uhr Karten:
• Vorverkauf in der großen Pause ab Montag, 25.03.
• Abendkasse
• telefonische Reservierung über das Sekretariat Tel. 08251-3091
Unkostenbeitrag: Erwachsene 4 €, Schüler/Studenten 2 €

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